Minime-Update (16 1/2 Monate)

uiuiui, ich habe mein kind ganz schön vernachlässigt. jedenfalls hier auf diesem blog. im leben geht das ja gar nicht, die tagesmutti hat urlaub, minimes dad hatte auch ein bisschen urlaub, und wir hatten sogar urlaub mit anderen vater-mutter-kind-kombis. jedenfalls steh ich ja total auf vergleiche und freue mich, wenn andere menschen posten, was ihre kiddis alles so machen und können. darum mach ich das auch mal ein bisschen. als tagebuch für minime und mich, für die verwandtschaft und für alle anderen neugierigen:

SCHLAFEN: ach, glücklicherweise ist durchschlafen seit ca. zwei monaten die regel, nicht mehr die ausnahme. wenn das kind also nicht krank ist oder wieder einen schub macht, haben wir zwischen 21:00 und ca. 6:30 kernschlafenszeiten. natürlich kam so ein schub (oder zahn…) grade als wir im urlaub waren. drei nächte hintereinander unruhig und ich ging beinahe wieder aufm zahnfleisch, plus kein mittagsschlaf wegen zu viel inputs (wenn ich lese, wie ich mich da in der anfangszeit gefühlt hab – wie hat man das überlebt?). naja, am EINSCHLAFEN dagegen arbeiten wir noch. jaja, rituale und so. ich habe allerdings das gefühl, dass das ritual zum problem wird. denn dann WEISS minime ja, was jetzt kommt. und auf (ein)schlafen hat er sowas von kein bock. was funktioniert ist folgendes: er trinkt sein fläschchen, versucht noch ein paar späße zu machen. irgendwann wird mir das zu bunt und ich setz ihn mir auf den schoß. so als ob er in der babytrage säße, bauch an bauch. dann kommt ein wutaufbäumen mit gebrüll, nicht lang aber laut, und dann fällt der kopf vornüber und das kind schläft. ich fühl mich wegen des aufbäumens und gebrülls ein bisschen schlecht. ich bin ein bisschen unsicher: brauch er, wie früher beim pucken, dieses gefühl gehalten zu werden, quasi auch eine klare ansage? oder spiel ich da ein machtspielchen (denn ich habe echt keinen bock, dieses schlaf-hinauszögern zwei stunden zu spielen. und das kann er). hachja, vielleicht auch nur ne phase?

ESSEN: tja. wie unsere tagesmutti und kinderarzt immer sagen: es ist freiwillig noch kein kind verhungert. der früstücksbrei ist – lange nach mittags- und abendbrei – auch out. es gibt jetzt also brot mit zeugs (nach minimes geschmack: käse. ohne brot), haferflocken m. obst, (soja)joghurt mit obst, abends das was wir essen. ich selbst bin kein gourmet und auch ein bisschen einfallslos, was das zubereiten der mahlzeiten angeht. davon mal abgesehen: in ruhe essen ist nicht. zwar ist minime sehr bestimmt, wenn er hungrig ist, dann klettert er von allein auf seinen tripptrapp und dann heißt es schnell reagieren. aber dann muss nur die katze rein kommen und schon ist essen wieder uninteressant. und natürlich: selber essen. oder zumindest das essen in der küche verteilen. allerseelenruhig. tagsüber, wenn wir unterwegs sind, schnorrt er sich essenstechnisch durch. alles interessanter als das, was muddi dabei hat. montags, auf dem spielplatz, wurd er von einer bestens ausgestatteten mutti durchgefüttert: erdbeeren, sesamstangen. war mir fast ein bisschen peinlich, so als ob er bei mir nix zu essen bekäme. vor allen dingen verliere ich so den überblick, was er so alles am tage isst. und bin abends dann unsicher, ob ihm die zwei, drei bissen wirklich reichen, weil er schon satt ist.

SPRECHEN: ich habe mich früher immer amüsiert, dass eltern die – scheinbare – fantasiesprache ihrer kinder verstehen. komische laute aneinandergereiht, aber offensichtlich hat man sich verstanden. so jetzt auch bei uns: (DA)-KEE heißt Danke, Aa-PEE Lampe, und natürlich: Mama. in allen tonhöhen und varianten. fröhlich, jammrig, nölig, lieb, traurig. MAMAMAMAMAMAMAMAMA. hach, aber schon grandios. ach ja, EI für Nein oder Meins (je nach zusammenhang). und noch ein paar sachen, wi ich mir nicht sicher bin. HAPBN als mischung von Haben (wolln) und Bitte.

MOTORIK: laufen wie ein duracellhäschen. gerne auch mal rückwärts. im kreis um die eigene achse drehn. überall drauf klettern. bei treppen mit gelände auch gerne hoch laufen statt krabbeln.

SOZIALES: unter leuten, egal ob erwachsene oder kinder, war minime ja sowieso schon immer am entspanntesten. als eltern freuen wir uns über die gute laune, die er schon morgens versprüht. das morgenritual sieht so aus, dass er noch ein milchfläschchen bekommt und wir ihn zu uns in die mitte ins bett legen. dann werden wir angestrahlt, angeküsst und angeschmust was das zeug hält. anschließend wird direkt wieder die wohnung auseinander genommen. für das ganze zeug, was er tagsüber so in der wohnung verteilt, hab ich grad folgende lösung: alles was ich abends auf dem boden finde, kommt in EINE kiste. kein ausgeklügeltes aufräumsystem. er holt eh wieder alles hervor. schüchtern oder eifersüchtig (wenn ich mich mit anderen kindern beschäftige) ist das kind eigentlich auch nicht. zwar guckt es sich unbekannte menschen erst mal genau an, hat aber auch keine hemmungen, wenig später auf deren schoß zu klettern. das highlight war neulich eine zweistündige zugfahrt nach münster: wir landeten im mehrzweckabteil, ich hoffte naiverwaise noch, dass er dort seinen mittagsschlaf macht, da stiegen ein – ein halbes dutzend abiturient_innen auf dem weg zum wacken, ein rüstiger älterer herr in fahrradmontur und eine andere mutter mit zweijährigem. die wackenleute hatten einen ghettobluster dabei, der die ganze strecke über lief. minime moschte ordentlich und hat nun 6 neue freund_innen, die ihn in 15 jahren mal mitnehmen wollen. die andere mama teilte begeistert kekse ( sie hielt minime für ein mädchen, ich hab sie nicht korrigiert. was ein spängchen im haar anrichten kann…) und der ältere herr versuchte allen ‘DA’s mit zeigefinger in undefinierbaren richtungen hinterherzukommen und den zug und die welt zu erklären. “das ist aber auch ein ruhiges, zufriedenes kind” hör ich oft. stimmt. so lange wir nicht zu zweit allein zu hause sind.

Das Kind braucht Sand und Wasser

Minime und sein Zen-Garten

 

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3 Kommentare

Eingeordnet unter leben, muttersein

3 Antworten zu “Minime-Update (16 1/2 Monate)

  1. Ute Korb

    Haha, Spängelchen im Haar, schwupps und schon isses ein Mädchen-bei uns hat schon ein rotes Tuch aufm Kopp gereicht……Und bei uns isses auch so: unter Leutn-hach, was für ein liebes Kind…..zu Hause zu zweit…..mehhh. Ich denke, es ist noch nie vorgesehen gewesen, dass EIN Erwachsener mit einem oder mehreren Kindern alleine zu Hause seine Tage rumbringt, is ja auch langweilig. Aber oft auch leider nicht zu ändern. Vielleicht fällt uns noch was ein.

  2. Danke für das Update … das Meiste hört sich bekannt an ;-), bis auf das Sprechen, da verstehe ich nach wie vor kein Wort bei Kind F. (dödeldödelö …). Schlafen geht auch einigermaßen, wenn nicht wie gerade eine doofe Erkältung die Nächte zerrupft, wie gerade. Ansonsten schwankt das Verhalten zwischen Anhänglichkeit (määh –> Arm) und Entdeckerdrang.
    Bei uns reichen für die Geschlechtszuordnung die blonden Locken. Ach, süß, ein Mädchen, ne? Ansonsten kann ich der Vorrednerin nur zustimmen, dieses Allein-mit-Kind-Modell ist schon irgendwie irre, gleichzeitig langweilig und anstrengend (für beide, vermute ich mal).

  3. haha, ja das höre ich auch ständig “ach, der ist aber auchn ganz lieber und strahlt den ganzen tag, oder!?!”
    bin dann immer etwas irritiert und weiß nicht so richtig, was ich sagen soll…
    ähm, nein?

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